Corona News - BSG-Institut

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Pressemeldungen
Redaktionsverhandlungen zum „TV COVID“ abgeschlossen:  Kurzarbeit im kommunalen öffentlichen Dienst ermöglicht
Der Weg für den Tarifvertrag zur Regelung der Kurzarbeit im Bereich des kommunalen öffentlichen Dienstes ist frei: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), der dbb beamtenbund und tarifunion und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben die Redaktionsverhandlungen über den Tarifvertrag zur Regelung der Kurzarbeit (TV COVID) abgeschlossen. Die Gremien haben dem Ergebnis zugestimmt. Diese Vereinbarung kann damit ab sofort umgesetzt werden.
Die Corona-Pandemie hat auch große Auswirkungen auf den kommunalen öffentlichen Dienst, insbesondere die kommunalen Einrichtungen und Betriebe. Dies gilt beispielsweise für Theater, Museen, Bäder, Kultur- und Sporteinrichtungen oder Schulen, die aufgrund aktueller behördlicher Anordnungen geschlossen wurden. Auch im Nahverkehrsbereich sind erhebliche Arbeitsausfälle zu verzeichnen.
Gerade für diese Bereiche haben die Tarifpartner mit dem Abschluss des TV COVID die Möglichkeit zur Einführung von Kurzarbeit geschaffen. Dies soll während der aktuellen Krisensituation die Beschäftigungsverhältnisse und die Einkommen der Beschäftigten sowie den Fortbestand der kommunalen Einrichtungen und Betriebe sichern. Demgegenüber gibt es auch kommunale Bereiche, bei denen Kurzarbeit nicht angezeigt ist. Das gilt besonders für die Beschäftigten in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Aber auch in den Verwaltungen sowie bei der Kinderbetreuung ist Kurzarbeit kein Thema.
„Es geht darum, für den Fall der Kurzarbeit die betroffenen Beschäftigten im öffentlichen Dienst umfassend abzusichern. Dieser Abschluss setzt auch für andere Bereiche der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens Maßstäbe“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke am Donnerstag.
Volker Geyer, dbb Verhandlungsführer und Fachvorstand Tarifpolitik, ergänzte: „Der Zentralbegriff dieser Einigung ist Sicherheit, Sicherheit vor betriebsbedingten Kündigungen, Sicherung von Urlaub und Sonderzahlungen sowie Sicherung der Einkommen der Kolleginnen und Kollegen auf hohem Niveau.“
“Von den neuen Regelungen zur Kurzarbeit profitieren sowohl die Beschäftigten als auch die kommunalen Arbeitgeber“, so VKA-Präsident Ulrich Mädge. „Es ist wichtig, dass wir den Fortbestand der kommunalen Einrichtungen und Betriebe sichern und eine möglichst gute Ausgangsbasis für die Zeit nach der Krise schaffen. Wir können die Anforderungen dieser Krise nur dann bewältigen, wenn Beschäftigte und kommunale Arbeitgeber gemeinsam an einem Strang ziehen.“
Bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen kann Kurzarbeit angeordnet werden. Die Mitbestimmung ist zu beachten. Die Beschäftigten erhalten während der Kurzarbeit, unter Berücksichtigung des Kurzarbeitergeldes, 95 Prozent (bis EG 10 einschließlich) bzw. 90 Prozent (ab EG 11) ihres bisherigen Nettoentgelts. Während der Kurzarbeit und für drei Monate danach sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen ausgeschlossen. Weitere Details regeln unter anderem den Umgang mit Arbeitszeitkonten, Urlaub und Überstunden. Der Tarifvertrag tritt am 1. April 2020 in Kraft und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020.
Mobile Teststationen für Kliniken und systemrelevante Unternehmen an drei Modellstandorten in Niedersachsen         
Thümler: „Ein großer Schritt für die Bekämpfung des Virus“

Ein hannoversches Forschungs- und Entwicklungskonsortium unter Koordination der Leibniz Universität Hannover (LUH) hat für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großer Kliniken und systemrelevanter produzierender und forschender Unternehmen ein neues Konzept für Corona-Teststationen entwickelt. An den Standorten Hannover, Wolfsburg/Braunschweig und Göttingen sollen Testeinrichtungen entstehen, die eine deutlich schnellere Testung auf die Corona-Erreger ermöglichen, als es die bisher üblichen Testverfahren zulassen. Ziel ist es, Belegschaften schnell, zuverlässig und effizient auf eine Infektion mit Corona-Sars-CoV-2- zu untersuchen. Der Projektname MCA steht für Mobile Corona-Analytik. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt den Ansatz. Die mobilen Systeme sollen mittelfristig für ganz Niedersachsen und auch in anderen Bundesländern als Modellsysteme zur Verfügung stehen.
„Die neue Testmethode bringt die Bekämpfung des Coronavirus einen großen Schritt weiter“, sagt Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Wenn wir es schaffen, viele Menschen in kurzer Zeit zu testen, vermeiden wir lange Quarantänezeiten. Diejenigen, die sich nicht angesteckt haben, sind schnell wieder einsatzfähig, ohne Angst haben zu müssen, Schwächere anzustecken. Das Entwicklungsteam des neuen Konzepts belegt eindrucksvoll – Niedersachsens Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten Hand in Hand für die Menschen in unserem Land.“
Das Entwicklungsteam des neuen Testkonzepts besteht aus Forscherinnen und Forschern des Niedersächsischen Zentrums für Biomedizintechnik, Implantat-Forschung und -Entwicklung (NIFE), einem Zusammenschluss von MHH und LUH, Ärzten, Virologen und  Labordiagnostikern aus Hannover sowie Chemikern, Biologen, Ärzten, Biochemikern, Physikern und Innovationsforschern der LUH und Fachleuten für Journalistik und Kommunikation der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH).
Das Konzept ermöglicht es, die Anzahl verfügbarer Testsysteme und Teststationen deutlich zu erhöhen. Die Testsysteme können direkt vor Ort hergestellt werden, die Ausstattung von Life-Science-Laboren der Universitäten kann hinzugezogen werden. Ein hoher Automatisierungsgrad (Robotik und Digitalisierung) und neu entwickelte Softwaresysteme verkürzen die Zeiten von der Probennahme bis zum Erhalt des Diagnoseergebnisses (Labor, Logistik, Information und Datenmanagement) erheblich.
Der neuartige Diagnoseverlauf liefert Probanden binnen sechs bis acht Stunden ein sicheres Ergebnis. Ein weiteres Plus: Das Verfahren macht es möglich, unterschiedliche Influenza-Viren gleichzeitig mit zu testen. So könnten zum Herbst, wenn eine neue Influenza-Welle kommt, Patientengruppen eindeutig zugeordnet und das Risiko-Management verbessert werden.
„Wir alle stehen in der Corona-Krise vor immensen Herausforderungen. Ich bin stolz darauf, dass auch die Wissenschaft ihren Beitrag leistet und dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover in diesen schwierigen Zeiten hochengagiert einsetzen, um das Virus zu bekämpfen. Ihnen gebührt unsere Anerkennung und unser Dank“, erklärt Prof. Dr. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität Hannover.
„MHH und LUH entwickeln gemeinsam eine Plattform zur Kontrolle und Analyse der Corona SARS-CoV-2 Pandemie. Dabei können die jeweiligen Stärken der Partner auf den Gebieten der Infektionsforschung, der Chemie, der Robotik und der Kommunikationswissenschaften genutzt werden.“ sagte Professor Michael Manns, Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).   
„Dieser große Ansatz ist nur dank des außergewöhnlichen Engagements unserer Mannschaft umsetzbar; was wir in den vergangenen Wochen hier miteinander erlebt haben, macht uns zuversichtlich, dass wir noch viele weitere Hürden gemeinsam nehmen werden. Das Projekt zeigt, dass wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler uns in diesen Zeiten besonders aufgerufen fühlen, mit den Menschen ganz direkt die Ergebnisse unserer Arbeit teilen zu können: Unsere Art, der Krise zu begegnen“, erklären Prof. Dr. Stefanie Heiden und Prof. Dr. Thomas Scheper von der LUH stellvertretend für alle Projektverantwortlichen.

Corona-Krise: Tipps und Hinweise für Erziehungsberechtigte
Der Umgang mit Angst und mit Stress zu Hause
Gemeinsam mit den Schulpsychologinnen und Schulpsychologen der Niedersächsischen Landesschulbehörde hat das Niedersächsische Kultusministerium Informationen für Erziehungsberechtigte zusammengestellt, um die derzeitige Ausnahmesituation durch die Corona-Pandemie besser zu meistern. Die Elterninformation mit Hinweisen und Tipps für den Umgang mit Kindern und     Jugendlichen in dieser herausfordernden Zeit sowie Links zu hilfreichen Lern- und Spiele-Plattformen finden Sie hier.  
Niedersächsische Bildungscloud startet nach den  Osterferien
Tonne: „Mit dem virtuellen Klassenzimmer schaffen wir eine  ausgezeichnete Chance, Fernunterricht zu ermöglichen“
Die Bildungscloud kann nicht nur als barrierefreies und kostenloses Lernmanagement-System genutzt werden, in dem Materialien, Termine und Dateien bereitgestellt werden, sondern ermöglicht auch die schulbezogene Kommunikation und Zusammenarbeit miteinander aus der Ferne. „Mit der kurzfristigen Einführung der Bildungscloud reagieren wir schnell auf die andauernde herausfordernde Situation durch die Corona-Pandemie. Als virtuelles Klassenzimmer bietet die Cloud gerade in dieser Zeit eine ausgezeichnete Chance, digitales Lernen und Arbeiten zu ermöglichen“, betont Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

Die Niedersächsische Bildungscloud bietet neben vertiefenden Funktionen als grundversorgende und einfach zu bedienende Funktionen für alle Schulen:
  • das Einrichten von Lerngruppen und Teams (SuS, Lehrkräfte)
  • ein online verfügbarer Stundenplan
  • das Einrichten von Dateiordnern und die Ablage von lerngruppeneigenen Dateien in der Cloud,
  • das synchrone oder auch asynchrone und gemeinsame Arbeiten an Dateien
  • das Verwalten von Aufgaben und Arbeitsblättern,
  • Kommunikation mit Schüler/-innen über einen lerngruppenbezogenen Messenger
„Es wird notwendig sein, den Schülerinnen und Schülern in Zeiten der Schulschließungen altersgerechte Lernangebote auch digital zur Verfügung zu stellen und sie beim häuslichen Lernen bestmöglich durch die Lehrkräfte zu unterstützen“, führt Tonne weiter aus. „Mit der vorgezogenen Einführung bieten wir Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern ein geeignetes Instrument, Unterricht weiter stattfinden zu lassen.“

Zusätzlich zur Bildungscloud werden ab sofort auf der bereits vorhandenen Plattform des Niedersächsischen Bildungsservers (nibis) weitere unterschiedlichste Lernangebote für Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler bereitgestellt. Dies umfasst Unterrichtsmaterialien für einzelne Schulstufen und Fächer, Linklisten, Apps sowie andere Angebote. Angebote zum Lernen zu Hause finden sich auf der Plattform www.lernenzuhause.nibis.de.

Um einen möglichst reibungslosen Start der Bildungscloud ab Anfang Mai zu ermöglichen, wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um Schulen den sofortigen Einsatz zu ermöglichen. So wird die Förderrichtlinie zum Digitalpakt befristet geändert. Damit soll die Beschaffung von digitalen Endgeräten erleichtert werden, um Schülerinnen und Schüler adäquat mit Leihgeräten auszustatten. Darüber hinaus werden derzeit leicht verständliche Tutorials für den Einsatz der NBC zusammengestellt. Alle 80 medienpädagogischen Beraterinnen und Berater werden für die Zeit der Schulschließung vollumfänglich für die Unterstützung der Schulen bei der Einrichtung der NBC eingesetzt (z. B. für Hotline, Support, Beratung).

„In Form einer kollaborativen Lernplattform ermöglicht die Bildungscloud neben Online-Kommunikation ein gemeinsames Arbeiten an Dateien. Die NBC ist daher ein wichtiger Baustein, das schulische Lernen zuhause zu ermöglichen und die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Anforderungen einer digitalisierten Arbeits- und Berufswelt vorzubereiten“, ergänzt Tonne.
An der Pilotphase der Bildungscloud, die im Jahre 2017 begonnen hat, haben sich insgesamt 43 Projektschulen und Projekt-Followerschulen aller Schulformen sowie zwei Studienseminare beteiligt. Die Pilotphase wurde wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Ursprünglich war der Start für den Beginn des Schuljahres 2021/22 vorgesehen.

Linkliste zum Coronavirus

(Dieser Beitrag wurde zuletzt am 27.3.20 überarbeitet. - Neue Links sind FETT gesetzt.)

Das Coronavirus hat Deutschland im Griff.
Alle Bäder sind geschlossen, was sich auf die Mitarbeiter an Bäderbetrieben und natürlich auch auf die Badegäste auswirkt.
Wir haben in diesem Beitrag einige Links zusammengetragen, die bei den rund um das Virus aufkommenden Fragen Antworten geben können. Darüber hinaus geben wir regelmäßig in unserem Corona-Podcast Tipps, Ratschläge und Infos rund um das Corona Virus.
Diese Liste wird ständig erweitert. Hinweise auf weitere Quellen mit Informationen zum Umgang mit und den rechtlichen Folgen des Coronavirus nehmen wir gerne unter der Adresse BSG-Institut@online.de entgegen.


Fünf Stufen Plan Niedersachsen zur Wiedereröffnung der einzelnen Lebensbereiche


Ticker zum Coronavirus im Norden auf der Nachrichtenseite des NDR:

Risikobewertung zu COVID-19 durch das Robert-Koch-Institut:

Coronavirus Fallzahlen vom Robert-Koch-Institut:

Coronavirus Dashboard mit Fallzahlen für Deutschland und die einzelnen Regionen

FAQ zum Coronavirus der BZgA als Video bei Youtube

Informationen der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen zum Coronavirus:

Informationen vom Deutschen Gewerkschaftsbund zur Frage, was Beschäftigte im Bezuzg auf Corona beachten sollten:

Informationen für Beschäftigte im Bezug auf ihre Ansprüche bei Betriebsschließungen:

Quarks extra Video Beitrag: Wie gefährlich ist Coroan wirklich?

Infografiken zum Infektionsschutz (Hinweise zum Händewaschen)

Verdi Corona Hinweise für Beschäftigte
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